Ben GoerresColorist für Farbkorrektur und Finishing
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Was ich für die Farbkorrektur brauche

Es läuft in drei Schritten ab: Anfrage, Sichtung und nach Ihrer Zusage das komplette Material. Hier sehen Sie, was ich jeweils brauche.

Für die Anfrage

Vier Angaben reichen, per Formular oder Mail. Ich antworte am selben Arbeitstag. Dann wissen Sie, ob der Termin passt und wie groß der Aufwand ungefähr ist.

Länge
Die Laufzeit der Schnittfassung, die in die Farbkorrektur geht. Sie zeigt grob, wie viel Arbeit es ist. Genauso wichtig ist, wie viele Einstellungen es gibt und wie unterschiedlich sie aussehen.
Kamera und Aufnahmeformat
Mit welcher Kamera und in welchem Codec gedreht wurde. Und ob das Material in Log oder RAW vorliegt oder schon als fertiges Rec.709. Ich arbeite mit Material aus jeder gängigen Kamera.
Stand des Schnitts
Ob der Schnitt fertig ist oder sich noch ändert. Änderungen während der Farbkorrektur sind möglich. Je nachdem, was sich ändert, kommt Aufwand dazu.
Termin und Umfang
Wann Sie den Master brauchen. Und was sonst noch dazugehört, zum Beispiel Retusche, Titel, weitere Versionen oder Vorgaben eines Senders oder Festivals. Das sollte ich vor dem Angebot wissen, nicht erst danach.

Für das Angebot

Bevor ich einen Preis nenne, möchte ich das Material sehen. Dafür reicht ein kleiner Teil.

Ein Video vom Schnitt
Die Schnittfassung, die in die Farbkorrektur geht, als eine Datei. Das muss kein Master sein. Es reicht, wenn es sich abspielen lässt und man das Material gut erkennt. Ich achte dabei auf Länge, Rhythmus und darauf, was im Bild steckt.
Ein paar Originalclips
Zwei oder drei Clips, so wie sie aus der Kamera kommen. Am liebsten die schwierigsten. Bei mehreren Kameras oder sehr unterschiedlichen Situationen gern je einen davon. So sehe ich, wie viel Spielraum das Material hat. Wenn ich mehr brauche, sage ich Bescheid.
Eine Idee für den Look
Ein Standbild, eine Szene, ein ganzer Film oder einfach eine Stimmung. Zeigen Sie mir zum Beispiel, was Sie mit „warm“ meinen. Eine Referenz legt noch nichts fest. Haben Sie noch keine Idee, mache ich Ihnen einen Vorschlag.

Danach bekommen Sie ein Angebot mit Preis, Umfang und Termin. Ich rechne pro Projekt nach Aufwand ab. Wie es weitergeht, lesen Sie unter Ablauf.

Nach der Zusage

Jetzt kommt es auf die Details an. Fehlt hier etwas, muss ich später nachfragen. Das hält die Vorbereitung auf.

Originalmaterial
Die Dateien, so wie sie aus der Kamera kommen, mit Kameraordnern und Metadaten. Vorher stimmen wir ab, ob Sie alles schicken oder nur das, was im Schnitt vorkommt. Und wie viel Vor- und Nachlauf pro Einstellung dabei sein soll. Vorschau-Exporte und Proxys helfen mir nicht. Haben Sie nur fertiges Rec.709 oder ist ein Look schon fest im Bild? Dann sagen Sie es mir bitte vorher. Wir sehen uns dann gemeinsam an, wie viel Spielraum bleibt.
Dateinamen
Bitte lassen Sie die Dateinamen unverändert. Die Schnittliste findet die Clips über ihren Namen. Nach einer Umbenennung kann das Zuordnen zur Handarbeit werden.
Referenzvideo
Ein Video derselben Schnittfassung mit eingeblendetem Timecode der Sequenz. Bitte nicht den Timecode der Quelle. Das Bild soll gut erkennbar sein, im richtigen Seitenverhältnis und mit lesbarem Timecode. H.264 reicht. Zeigen Sie darin alles so, wie es gemeint ist, also Ausschnitte, Geschwindigkeiten und Titel. Damit prüfe ich, ob meine Timeline genau Ihrem Schnitt entspricht.
Austauschdatei
Aus Premiere ein Final-Cut-Pro-XML, aus Avid ein AAF, aus Final Cut ein FCPXML. Aus Resolve das Projekt oder ein Archiv. Bitte arbeiten Sie dafür an einer Kopie der Sequenz, damit Ihre Fassung unberührt bleibt. Einfache Blenden können bleiben. Gibt es verschachtelte Sequenzen, Multicam, Stabilisierung, Geschwindigkeitsrampen oder Composings? Dann sagen Sie kurz Bescheid, damit wir das vorher klären. Titel und Grafiken setze ich nach der Farbkorrektur so ins Bild, wie Sie sie liefern. Das Gestalten gehört nicht dazu.
Bildrate, Auflösung, Bildformat
Die Bildrate der Sequenz. Und falls einzelne Aufnahmen eine andere haben, welche das sind. Dazu die Auflösung des Masters und das Seitenverhältnis. Wird das Bild beschnitten, sagen Sie mir bitte, auf welches Format. Ich korrigiere genau das Bild, das am Ende zu sehen ist.
Timecode
Austauschdatei und Referenzvideo sollten dieselbe Fassung zeigen, mit gleichem Startwert und gleicher Zeitbasis. Die Timecodes der Kameradateien bleiben unverändert.
Ausgabe
Ich liefere den Master in Rec.709, in Auflösung und Bildrate des Projekts, als ProRes oder DNxHR. Dazu kommt eine Webversion in H.264, die Sie sofort nutzen können. Profil, Container und Tonspur legen wir im Angebot fest, ebenso weitere Versionen. Hat ein Sender, Festival oder Kino eigene Vorgaben? Dann schicken Sie mir diese bitte schon vor dem Angebot. So steht darin klar, was ich übernehme und was besser jemand anders macht.
Wann
Wir vereinbaren einen Übergabetermin mit etwas Abstand vor dem ersten Tag der Farbkorrektur. So kann ich alles prüfen und bei Fragen nachhaken. Ist etwas unklar, schicken Sie mir vorab eine Minute daraus. An einem Beispiel klärt sich vieles schneller als mit Worten.

Wie das Ergebnis aussieht, zeigen meine Studien Watch, Light und Trail.

Ihr Fall ist nicht dabei? Schreiben Sie mir einfach. Meist ist das schnell geklärt. Projekt anfragen Oder per E-Mail an hello@bengoerres.com